Öffentlicher Rundgang: Frankfurt’s Colonial Hangover (Reihe kritischer Standrundgänge)


Samstag, 25. Juni 2016, 11 Uhr

Im Rahmen der Reihe kritischer Standrundgänge in Frankfurt und Offenbach vom 16. April – 02. Juli 2016 (für weitere Rundgänge siehe hier) bieten wir in Zusammenarbeit mit dem Entwicklungspolitischen Netzwerk Hessen e.V. (EPN Hessen) einen öffentlichen Rundgang an, zu dem wir hiermit herzlich einladen.

Bei unserem Stadtrundgang geht es um eine kritische Auseinandersetzung mit den lokalen Frankfurter Spuren der deutschen Kolonialgeschichte. Wir besuchen dabei verschiedene Stationen, an denen die (Nicht-)Aufarbeitung und (Nicht-)Erinnerung der deutschen Gesellschaft mit ihrer Kolonialgeschichte exemplarisch dargestellt werden kann. Wir thematisieren historische und gegenwärtige Bezüge zum Kolonialen im Lokalen. Dies ist ein Versuch, die kolonialen Spuren in der deutschen, hier Frankfurter, Gegenwart zu thematisieren und so ein Bewusstsein für in der kolonialen Vergangenheit gewachsene, heute teilweise fortbestehende Machtasymmetrien zu gewinnen.

Triggerwarnung: Wir greifen auf kolonial aufgeladene und rassistische Bilder und Begriffe zurück, um deren Zusammenhänge und Fortbestehen kritisieren zu können.

Treffpunkt: Kindermuseum Frankfurt,
An der Hauptwache 15, Zwischenebene, Frankfurt am Main
Dauer des Rundgangs: ca. 2 Stunden

Wir bitten um Anmeldung: Anmeldeformular (Anmeldung bis zum 18. Juni 2016)
Die Teilnehmer_Innenzahl ist begrenzt.

Deutsch- und spanisch-sprachiger Rundgang

Premiere: Erstmals haben wir dank neuer sprachbegabter Mitglieder einen Rundgang im Doppel-Pack, einmal auf Deutsch, einmal auf Spanisch, durchgeführt.

Trotz strömendem November-Regen haben die interessierten Teilnehmer_innen der Konferenz zu kommunalen Partnerschaften mit Lateinamerika und der Karibik Frankfurt von einer anderen Seite kennenlernen können.

 

Offenes Gruppentreffen Frankfurt Postkolonial am 12. Juni

Liebe Interessierte,
wir von Frankfurt Postkolonial haben uns gerade neu zusammengefunden. Wir wollen uns mit Themen rund um Post-Kolonialismus, Machtstrukturen und deren Ausprägungen in verschiedenen Bereichen auseinandersetzen und Wege finden, solch komplexe Themen zugänglicher zu machen. Wir treffen uns ca. alle 3 Wochen und diskutieren unterschiedliche Themen (aktuelles und historisches, theoretisches und praktisches, Verbindungen all dessen), um uns in einem zweiten Schritt mit Aktionen einzubringen (Stadtrundgang, Vorträge oder Aktut-Interventionen?).

Wir würden uns freuen, wenn noch mehr Interessierte dazukommen, und möchten euch deshalb zum nächsten Treffen am 12.06. um 16:00 Uhr einladen. Für Rückfragen und nähere Infos könnt ihr euch natürlich gerne an uns wenden.

Tagesseminar „frankfurt postkolonial“: Ein erweiterter Blick auf Stadt – Aktivitäten in Frankfurt/M. und anderen Orten

TAGESSEMINAR:
Sa., 13.12.2014 (11-17 Uhr), Frankfurt/M.

Moderation: EPN Hessen und frankfurt postkolonial

Das Projekt „frankfurt postkolonial“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, am konkreten Beispiel der Stadt Frankfurt/M. die Auseinandersetzung um die Geschichte des Kolonialismus und ihre bis heute andauernden Folgen anzustoßen. Die historischen und gegenwärtigen Bezüge zum Kolonialen werden im Lokalen durch einen Stadtspaziergang und die Darstellung konkreter Orte und Personen beispielhaft sichtbar gemacht. Diese können Kolonialismus allerdings nicht vollständig oder repräsentativ abbilden, denn er manifestiert(e) sich vor allem in Herrschaftsbeziehungen und Strukturen. Dennoch verstehen wir lokale Orte als wichtige Ausgangspunkte, um Fragen, Kritik und Intervention anzuregen.

Das Tagesseminar will

  • die konkrete Arbeit von „frankfurt postkolonial“ vorstellen und zur Mitarbeit motivieren,
  • Erfahrungen, Ideen und Methoden aus anderen Städten aufgreifen,
  • Diskussionen um die koloniale Vergangenheit & postkoloniale Kontinuitäten vorantreiben und gemeinsam weiterentwickeln.

Das derzeitige Programm sieht folgendermaßen aus:

10.30 Uhr Ankommen
11-­11.45 Uhr Kennenlernrunde
11.45-­13 Uhr Input zum Stand von frankfurt postkolonial, Susanne Heyn (frankfurt postkolonial)
13-­14 Uhr Mittagessen
14-­15.15 Uhr Erfahrungen aus anderen Städten:
Input 1: AG Leipzig postkolonial (angefragt)
Input 2: schwarzweiss e.V., Kolonialgeschichtlicher Stadtrundgang Heidelberg
15.15-15.45 Uhr ‚Hessen (post)kolonial‘ stellt sich vor, Jürgen Dinkel, Justus-Liebig-Universität Gießen
15.45-­17 Uhr Austausch: Von der kritischen Theorie zur Praxis – Engagement-Möglichkeiten bei ‚frankfurt postkolonial‘
17 Uhr Ende

Ort: Saalbau Gallus, Seminarraum 4, Frankenallee 111, Frankfurt/M. (Anfahrtsbeschreibung)

Wir bitten um eine Anmeldung: über die EPN Hessen-Geschäftsstelle.
(E-Mail info[at]epn-hessen.de, Telefon 069-91 39 51 70).

Hier der Flyer zur Veranstaltung.

Hier eine ics.-Datei für eure elektronischen Kalender.

Gegen die Abschiebung von Yahye Adan Dualle

Ein Aufruf der Stadtteilinitiative Koblenzer Straße:

Yahye ist noch nicht 13, als er vor der Rekrutierungsbehörde der somalischen Armee flüchtet.
Seine Tante bezahlt einen Schlepper, der ihn bis nach Russland bringt. Dort wird er in einen Lastwagen nach Holland gesetzt, doch seine Reise endet in Polen, wo er Asyl beantragt.
Yahye ist ein Ausnahmetalent als Songwriter und Rapper/Sänger. Rasch beginnt er ein Netzwerk aufzubauen und Produzenten werden auf ihn aufmerksam. So gerät er ins Visier einer Rechten Szene. Nazis bedrohen ihn und legen ihm Nahe, „keine Black-Music in Polen“ zu verbreiten. Als Yahye sich hilfesuchend an seine Produzenten wendet, distanzieren diese sich von ihm. Er fühlt sich nicht mehr sicher und flieht nach Deutschland, muss all seine Musik, seine Arbeit und Habe dort zurücklassen. Gegen die Abschiebung von Yahye Adan Dualle weiterlesen

Weg mit dem Abschiebeknast! – Demo und Festival am 3.9.2011 in Ingelheim (bei Mainz)

IngelheimDemo
frankfurt_postkolonial unterstützt den Aufruf zur Demonstration „Weg mit dem Abschiebeknast!“ vor dem Ingelheimer Abschiebeknast. Hier der besagte Aufruf:

Wir, das Aktionsbündnis „Abschiebehaft abschaffen!“ rufen auf zu einer Demonstration gegen das Abschiebegefängnis in Ingelheim am Samstag, den 3. September 2011 und im Anschluss daran zu einem antirassistischen Festival vor den Mauern des Knastes.

„INTEGRATION“ – IN BETON GEGOSSEN

Seit 2001 existiert der Ingelheimer Abschiebeknast, in dem Flüchtlinge eingesperrt werden, die abgeschoben werden sollen, um zu verhindern, dass sie untertauchen und um sie psychisch zu zermürben. Erfolgt eine Abschiebung nicht direkt – etwa, weil wichtige Papiere fehlen – werden die Flüchtlinge in solchen Anstalten bis zu 18 Monaten inhaftiert. Weg mit dem Abschiebeknast! – Demo und Festival am 3.9.2011 in Ingelheim (bei Mainz) weiterlesen

Initiative Christy Schwundbeck – Demonstration am Hbf

Wir unterstützen mit vielen anderen Initiativen und Vereinen die Demonstration und Kundgebung im Gedenken an Christy Schwundeck am Samstag, 18.06.2011.

14:00 Frankfurt Hauptbahnhof /16:00 Kundgebung Hauptwache/Goetheplatz

Christy Schwundeck wurde am 19. Mai 2011 in einem Frankfurter Jobcenter (Gallus) von einer Polizistin erschossen. Die Umstände rufen Erinnerungen wach an das Schicksal Mariame N’Deye Sarr, die im Jahr 2000 ebenfalls unter nie endgültig geklärten Umständen von einem Polizeibeamten erschossen wurde. Christy Schwundeck war 39 Jahre alt und stammte aus Nigeria.
Tödliche Fälle von Polizeigewalt gegenüber Menschen mit Migrationshintergrund sind leider keine Seltenheit in Deutschland.

Wir fordern: Aufklärung, Gerechtigkeit, Entschädigung!

Mehr Informationen auf der Seite der Initiative Christy Schwundek.

Homestory Deutschland: Gelebt – Erlebte Schwarze Deutsche Geschichte(n)

Veranstaltung der Senegalesische Vereinigung im Lande Hessen e.V:

Am Samstag, 21.5.2011 um 19:30 Uhr, findet im Titusforum in der Frankfurter Nordweststadt eine spannende künstlerische Veranstaltung statt, die neue Perspektiven auf das Leben, Überleben und Erlebtes Schwarzer Menschen in der Diaspora vermittelt. Die szenische Multimedia-Lesung „Homestory Deutschland: Gelebte – Erlebte Schwarze Deutsche Geschichte(n)“ von ManuEla Ritz und Sharon Dodua Otoo setzt sich mit Träumen, Hoffnungen, Enttäuschungen und Alltagserfahrungen Schwarzer Menschen in Deutschland auseinander. Ausgangspunkt dazu ist ein fiktiver Dialog zwischen fünf historischen Persönlichkeiten mit unterschiedlichsten Lebensgeschichten, die in einem zeitlosen Raum aufeinander treffen und ihre Geschichten teilen.

Homestory Deutschland: Gelebt – Erlebte Schwarze Deutsche Geschichte(n) weiterlesen

Stellungnahme zum „Blackface“-Plakat von BA-HU Elferrat e.V.

In Leipzig hat der studentische Verein Faschingsverein mit dem Namen „BA-HU Elferrat e.V.“ für eine seiner Veranstaltungen mit einem Plakat beworben, dass mal wieder zeigt, wie sehr Rassismen tagtäglich in unserer Gesellschaft (re-)produziert werden. frankfurt-postkolonial hat folgende Stellungnahme mitunterzeichnet – wir schließen uns dabei ausdrücklich der Forderung nach einer Distanzierung mit einer einhergehenden Selbstreflexion an!

Im Folgenden die Stellungnahme im Wortlaut:

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Kolonialismus war nicht nur ein Unternehmen von Staatsmännern, und Kolonialismus hinterließ seine Spuren nicht nur „in Übersee“. Kolonialismus prägte auch Alltag und Kultur in Europa und Deutschland selbst auf wesentliche Weise. Stellungnahme zum „Blackface“-Plakat von BA-HU Elferrat e.V. weiterlesen